Donnerstag, 23. November 2017

Gunkl - eine Perle im deutschen Kabarett



Der Vortrag des Wiener Kabarettisten Günther "Gunkl" Paal (55) stammt zwar schon von 2013, jedoch ist er nach wie vor hoch aktuell. Paal unterscheidet sich von der Vielzahl seiner deutschsprachigen Kollegen vor allem dadurch, dass er darauf verzichtet, sein Programm an die Nachrichten des Mainstreams auszurichten, nur um dessen Nachrichten in witziger Variante zu kolportieren.

Mittwoch, 22. November 2017

Von einem lächerlichen Versuch, die Geschichte der ostgermanischen Goten zu verfälschen

Vera Lengsfeld veröffentlichte gestern auf ihrer Netzseite einen Artikel eines Gastautoren namens Joseph Hueber mit dem bezeichnenden Titel "Intellektuelle Einäugigkeit".
Soviel vorweg, die von Joseph Hueber behauptete "intellektuelle Einäugigkeit" gilt auch für ihn.

Schon der eingangs im Artikel angeführte "Faktencheck" besteht den Praxistest nicht. Doch damit nicht genug. Was darauf folgt, kann nicht anders als ahistorische Kulturschwärmerei, die gepaart mit gravierenden Bildungslücken daherkommt, bezeichnet werden. Obwohl die Bemängelung der momentan stattfindenden Krise der westlichen Kultur vollauf ihre Berechtigung hat, so strotzt der Artikel nur so von historischer Unkenntnis.
Zur Erhellung der Problematik sei ein Rückblick auf längst vergangene inkompatible Kulturen vorgenommen, wie ihn Neil Postman in einer graduation speech (Rede anlässlich der Graduierung von Studenten) vornimmt, indem er die Kultur der Griechen und die der Westgoten kontrastiert. Beide Kulturen, so der amerikanische Kulturkritiker, repräsentieren gegensätzliche Werte und Traditionen , deren Typologie heute noch gültig ist.
So weit, so gut. Doch was ist ein Kulturkritiker? Die alten Griechen bezeichneten mit dem Begriff Kritik eine allumfassende Betrachtungsweise, die sich keinesfalls - wie es heute sinnentleert der Fall ist - auf Tadel, Ablehnung und Gegnerschaft reduzieren ließ. Wenn beispielsweise Kant sein Hauptwerk als "Kritik der..." bezeichnete, dann tat er das ausschließlich im ursprünglichen Wortsinn und nicht etwa in der Wortverfremdung von heute.
Die zweite Gruppe von Kulturträgern, die Westgoten, lebte etwa dort, wo heute Deutschland liegt.
Die Betonung liegt hierbei wohl auf "etwa dort", denn das ursprüngliche Siedlungsgebiet des Germanenstammes der Goten befand sich östlich der Weichsel und erstreckte sich im Westen über das heutige Ostpolen, die Baltikstaaten, Weißrussland und die Ukraine, also um Gebiete, die, selbst wenn man in Geographie gepennt haben sollte und es deshalb mit der Europakarte nicht so genau nehmen will, absolut nichts mit dem "heutigen Deutschland" zu tun haben und darüber hinaus zu keiner Zeit zu Deutschland gehörten.

Darüber hinaus zogen die Westgoten auf ihrer berühmten Wanderung der Weichsel entlang in südliche Richtung bis zur Donau, was sie zunächst in die Gebiete der heutigen Slowakei, Ungarns und Rumäniens führte und später quer durch den Balkan, Norditalien, Südfrankreich bis nach Spanien führen sollte. Das "heutige Deutschland" streiften die Westgoten als solche - im Gegensatz zu den aus den Tiefen des asiatischen Ostens vordringenden Hunnen, Slawen und Mongolen - noch nicht einmal ansatzweise.
Ihre „Kultur“ erstarkte vor etwa 1700 Jahren. Sie waren außergewöhnlich gute Reiter, und dies ist nahezu das einzige, wofür sie die Geschichte würdigen kann.
An dieser Stelle möchte ich auf den hervorragenden Völkerkundler Hermann Schreiber verweisen. Er ist mit Sicherheit eine umfangreichere und bessere Quelle als der historisch ahnungslose und im wahrsten Sinn des Wortes germanophobe "Kulturkritiker" Postman.
Ihrer Sprache fehlte es an Feinheit und Tiefe. Sie waren erbarmungslose und brutale Plünderer. Sie überrannten Europa, zerstörten alles auf dem Weg ihrer Raubzüge. Es gab nichts, was sie lieber taten als Bücher zu verbrennen, Gebäude zu entweihen und Kunstwerke zu zerstören.
Postman und demzufolge auch Hueber verwechseln hier eindeutig die Westgoten mit der katholisch-römischen Kirche, ihrem Pfaffentum und ihren fanatisierten weltlichen Vertretern. Was die Westgoten betrifft, so lässt sich aus heutiger Sicht sagen, dass diese sich schnell in die Kultur des Römischen Reiches integrierten und sich dort mit der bereits ansässigen Bevölkerung mischten. Von einer Repräsentanz "gegensätzlicher Werte und Traditionen , deren Typologie heute noch gültig ist", kann keine Rede sein. Es sei denn, man besteht wie Postman und Hueber auf die Verbreitung ahistorischen, herbei phantasierten und letztendlich diffamieren sollenden Unfugs.
Beide Kulturen, so Postman, sind auch heute noch unter uns am Leben. Eine davon hat einen Blick auf die Welt, der die Kultur der Athener widerspiegelt. Ein Grieche zu sein, heißt Wissen und die Suche nach Wahrheit hoch zu halten, zu reflektieren, mittels der Vernunft zu argumentieren und Fragen zu stellen. Der andere Blick auf die Welt lässt die Kultur der Westgoten erkennen. Die Westgoten von heute haben kein Verlangen nach Wissen und Erkenntnis, es sei denn, sie können daraus Machtzuwachs gewinnen.
Diese Behauptung ist so hanebüchen, unredlich und irreführend, dass es mir bei dem Gedanken, sie zu kommentieren, die Gedärme zusammenzieht. Kurz, die ahistorische Kulturschwärmerei dieser beiden 'Experten' ist bestens dazu geeignet, noch den im letzten Jahr konsumierten Kaffee wieder hervorzuwürgen.
Die Griechen, so Postman, entwickelten die Idee der Demokratie,...
Bleiben wir allein bei dieser kulturschwärmerischen Behauptung, so kann diese nicht darüber hinwegtäuschen, dass die heutzutage so hoch gehandelte griechische Demokratie nie länger als 30 Jahre funktionierte, um dann wieder von einer Epoche der Tyrannis abgelöst zu werden.

Obwohl die Westgoten jener Zeit - und das im Gegensatz zu den anderen Germanenvölkern - über ein ausgeprägtes Königtum verfügten und das Christentum bereits im Gepäck hatten, so handelte es sich keineswegs um den Feudaladel der Griechen und Römer, sondern noch immer um den typisch germanischen Volksadel.

Die Griechen können zweifellos als die Vorreiter unserer heutigen parlamentarischen Demokratie bezeichnet werden, jedoch verfügte die Masse der Griechen über keine demokratischen Rechte, weil sie Sklaven waren. Und es war die Demokratie der Griechen, die keinem Geringeren als Aristoteles die rhetorische Frage stellen ließ, ob Demokratie etwas anderes sei, als die mögliche Diktatur von 51% über 49%?

Der nachgewiesene Demokratieskeptiker Aristoteles soll jedoch die Demokratie der Barbarenvölker des Nordens gelobt haben, habe ich irgendwo einmal gelesen. Ob das nun stimmt oder auch nicht, fakt ist, dass das Thingwesen der Germanen, das die reinste Form aller bekannten Demokratievarianten darstellt, im Gegensatz zur Demokratie der Griechen über Jahrhunderte funktionierte und das wiederum ununterbrochen.

Wenn wir heute nach Volksabstimmungen, Volksbefragungen, Rätedemokratie und dergleichen mehr verlangen, dann ist dieses Verlangen mit Sicherheit mehr der germanischen als der griechischen Demokratie geschuldet.
Quelle: Wikipedia - Seite aus der Bibel des westgotischen Bischofs Wulfila (311-383)*

Und ganz nebenbei bemerkt kannten die Germanen jener Zeit keine Sklaverei wie die Griechen und Römer. Laut Tacitus unterschieden die Germanenvölker zwar in Freie und Unfreie - nur die Freien (Männer wie Frauen) nahmen am Think teil - doch warnte Tacitus davor, die Unfreien unter den Germanen mit Sklaven zu verwechseln, da sie im Verständnis des berühmten Römers alles andere als Sklaven waren.

An dieser Stelle bin ich dazu geneigt, denen, die behaupten, einzig die Griechen wären die Erfinder der Demokratie, ins Stammbuch zu schreiben, warum sie dann nicht mit dem gleichen Eifer behaupten, dass die Germanen als die Erfinder der bürgerlichen Freiheit zu gelten haben? Beides ist unterm Strich betrachtet unsinnig, da kommt es auf eine kulturschwärmerische Behauptung mehr auch nicht an.
Europa brauchte fast 1000 Jahre, um sich von den Folgen ihrer [gemeint sind die Westgoten] „Kultur“ zu erholen.
Diese Behauptung ist so verlogen, irrsinnig und moralisch verdorben zugleich, dass sie keiner Erläuterung bedarf. Die Westgoten für die Untaten verantwortlich machen zu wollen, die einzig eine aus den echten und geistigen Wüsten des Nahen Ostens importierte Ideologie und deren römisch-katholische Kirche zu verantworten hat, ist nicht einfach nur an Lächerlichkeit, sondern auch an Dreistigkeit, Erbärmlichkeit und Niedertracht nicht zu überbieten.
Die Historiker wissen auch, dass sie ihre Geschichten zu einem bestimmten Zweck schreiben - nicht selten, um die Gegenwart entweder zu verherrlichen oder zu verdammen.
Neil Postman (1931-2003)
Ob sich Postman bei seiner Formulierung im Spiegel betrachtete?...

* Wenn die Westgoten bis auf die Bibel des Wulfila keine bedeutende Literatur hervorgebracht haben, so hat die von den Germanen praktizierte mündliche Überlieferung doch einen entscheidenden Vorteil. Das Wissen wurde nur denen vererbt, die charakterlich und geistig dazu befähigt waren. Was auf heute übertragen bedeutet, dass kein charakterloser Lump seine Bauanleitung für den Bombenbau googlen konnte. 

Dass es nur des Schreibens bzw. der schriftlichen Dichtung unfähige Germanen gegeben haben soll, dagegen spricht nicht nur die vorhandene Bibel des Wufila, sondern auch die Tatsache, dass unzählige Germanen im Römischen Reich ausgebildet wurden. Und das nicht nur in der römischen Kriegskunst und an Waffen.

Die Westgoten waren damals, so wie der absolute Großteil aller antiken Christen auch, arianische Christen. Arianische Christen gibt es heute noch immer, allerdings handelt es sich dabei um eine unbedeutende Minderheit innerhalb der Christenheit. Die katholische Deutungshoheit begann erst mit dem Ersten Konzil von Nicäa. Arianer und Katholen unterscheiden sich vor allem darin, dass die Arianer Jesus nicht als Gott betrachteten und das Alte Testament für sie keine Gültigkeit hatte, da sie sich ausschließlich auf die in den Evangelien behaupteten Äußerungen des Jesus bezogen.

Montag, 20. November 2017

Merkel: Die Letzte macht das Licht aus...

Merkel verkündet das Scheitern...
Was Kanzlerin Merkel betrifft, ist diese fest entschlossen, nach ihrem erneuten Debakel den Mugabe zu geben. Sie ist immer noch nicht bereit, persönliche Konsequenzen aus ihrem Scheitern zu ziehen. Mugabe musste aus dem Amt geputscht werden. Das wird die völlig entleerte Union nicht zustande bringen...
Das geht deutlich aus Merkels Statement hervor, das sie eine Stunde nach Abbruch der Verhandlungen durch die FDP gegeben hat... Das erste Drittel der Erklärung besteht aus den berüchtigten verschwurbelten Merkel-Sätzen, nach deren Sinn man sich vergeblich fragt.
Wir hatten aus unserer Perspektive der Union sehr vieles erreicht in diesen Verhandlungen, was die Stabilität des Landes gestärkt hätte, sowohl die Frage der wirtschaftlichen Entwicklung, bei den schweren Fragen der Erwartungen der Grünen an die Leistungen im Blick auf den Klimaschutz, aber vor allen Dingen auch was soziale Fragen anbelangt, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in den ländlichen Räumen.
Wir haben interessanterweise die erste Einigung über die Landwirtschaftspolitik erzielt, das wäre und ist, weil es bleibt, ja auch ein interessanter Bestandteil, was vielleicht auch versöhnend auf unsere Gesellschaft hätte wirken können, und jetzt müssen wir trotzdem mit den Tatsachen umgehen. Tatsache heißt, dass wir keine Sondierungsgespräche erfolgreich abschließen konnten.
Mit der Beschreibung der Tatsachen steht Merkel allerdings auf Kriegsfuß. Lag der Abbruch an den „schweren Fragen der Erwartungen der Grünen an die Leistungen im Blick auf den Klimaschutz“? Bleibt die Einigung über die Landwirtschaftspolitik?
Dann macht die Frau, die nicht in der Lage ist, deutliche Aussagen zu formulieren, der aber trotzdem von den Medien „Verhandlungsgeschick“ angedichtet wird, klar, dass sie unbelehrbar und absolut realitätsfern ist:
Wir, CDU und CSU gemeinsam, ich sage das ausdrücklich, werden Verantwortung für dieses Land auch in schwierigen Stunden übernehmen und auch weiter sehr verantwortungsvoll handeln. Denn die Menschen in Deutschland haben sich heute mehrheitlich gewünscht, dass wir zusammenfinden. Und denen fühlen wir uns verpflichtet. Und wir werden dazu beitragen, mit unseren Kräften, die wir haben, zum Zusammenhalt dieses Landes auch einen Beitrag zu leisten.
... Was die „Menschen“ anbelangt, die Bezeichnung Bürger für die Wähler kommt Merkel nicht von den Lippen, hatten bereits Ende Oktober 78 % der an einer Leserumfrage der WELT Beteiligten auf die Frage „Glauben Sie, dass eine Jamaika-Koalition funktionieren kann?“ mit Nein geantwortet. Abgestimmt haben 51.000 Teilnehmer, viel mehr als die Umfrageinstitute befragen.
Merkel nimmt die Realität ebenso wenig wahr, wie ehemals die Politbürokraten der DDR. Aber anscheinend hat sich keiner ihrer Hofschranzen mehr getraut, ihr aktuelle Umfrageergebnisse zu diesem Thema vorzulegen. Diese Frau ist kein „Stabilitätsanker“, weder für Deutschland, noch für Europa, sondern eine Gefahr. Es wird Zeit, das ihre Hofmedien das endlich eingestehen.
Die Medien stehen auch vor einem Scherbenhaufen. Sie haben in den letzten Wochen wieder einmal mit allen demagogischen Tricks versucht, der Öffentlichkeit einzureden, eine Jamaika-Regierung wäre wünschenswert, ja alternativlos. Nun müssen sie mit der erfreulichen Tatsche klar kommen, dass ihre Meinungsmanipulation nichts gefruchtet hat... 
Hier ist der gesamte Artikel von Vera Lengsfeld nachzulesen.
Heute Abend war der fleischgewordene Hosenanzug in einem Interview mit dem ZDF zu sehen. Die Sendung war zwar kurz, dennoch war ich währenddessen eingeschlafen. Alle Achtung... :-)

Sonntag, 19. November 2017

Vom Schmierentheater um die 'Jamaika-Sondierungen'

Dass bei Regierungsverhandlungen getrickst und gelogen wird, um die Wähler zu täuschen, ist man gewohnt. Aber noch nie hat es dieses ungeheure Ausmaß an plumper Rosstäuscherei gegeben, wie bei dem Schmierentheater, genannt Jamaika-Verhandlungen, die der Öffentlichkeit in den letzten Wochen zugemutet wurde.
Auf den eigentlichen Grund, warum diese „Sondierungen“ so lange aufrechterhalten werden konnten, kann nicht zu oft hingewiesen werden. Es sind mal wieder die Mainstreammedien, welche Ihrer eigentlichen Aufgabe als „vierte Gewalt“, nämlich den Möchtegern-Regierenden kritisch auf die Finger zu sehen, zum wiederholten Male nicht nachgekommen sind. Im Gegenteil. Presse, Funk und Fernsehen veranstalteten ein regelrechtes Trommelfeuer, um „Jamaika“ als alternativlos hinzustellen. Angeblich, weil die staatspolitische Verantwortung es gebiete, unbedingt eine Regierung zu bilden, auch wenn die Koalitionspartner, unter dem Druck der Wähler im Wahlkampf Positionen vertreten haben, die nicht miteinander vereinbar sind. Das betrifft die Energiefrage oder die Zuwanderung.
Die Leser von Qualitätsblättern wurden mit dämlichen Spielchen abgelenkt, indem sie darüber abstimmen sollten, wer welchen Ministerposten in der „Schwampel“ (Seehofer) bekommen soll. Immerhin wurde vom Focus die unvorsichtige Frage gestellt,...
Hier weiterlesen.

Samstag, 18. November 2017

Irrenhaus Deutschland: Polizei lässt Terroristen ungehindert ausreisen - Regierung schweigt sich seit Wochen darüber aus

Wenn er "lückenlos überwacht" worden wäre, wie das von Jörg Diehl und Fidelius Schmid im ehemaligen Nachrichten-Magazin Spiegel wahrheitswidrig behauptet wird, dann hätte der Gefährder Terrorist unmöglich entwischen können. Es sei denn, man hat ihm trotz "lückenloser" Überwachung zur Flucht verholfen bzw. diese ermöglicht. Alles andere ergibt keinen Sinn.
Um sieben Uhr schlugen die Beamten aus dem hessischen Bad Vilbel Alarm...
Die Fußfessel von Hussein Z. sendete nicht mehr. Schon seit einer Stunde. Das letzte Signal war vom Flughafen Hamburg gekommen...
Umso erstaunter waren sie, als ihre Systeme Hussein Z. gegen neun Uhr plötzlich 2000 Kilometer südöstlich der Hansestadt wieder orteten: am Flughafen Athen*. Getürmt war er an Bord eines britischen Billigfliegers.
Wenn der Terrorist Hussein Z. "gegen 9 Uhr plötzlich am Flughafen Athen" geortet worden ist, dann muss er sich schon vor 6 Uhr in der Luft befunden haben. Ein Direktflug von Hamburg nach Athen dauert über 3 Stunden. Wobei lediglich vom britischen Billigfluganbieter EasyJet Flüge von Hamburg nach Athen angeboten werden. Diese dauern im günstigsten Fall 3 Stunden 10 Minuten.

Da die Beamten erst "um 7 Uhr Alarm geschlagen" haben, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die "lückenlose Überwachung" der besonders gefährlichen Personen etwa erst mit der Tagschicht um 7 Uhr beginnt? Vielleicht saßen aber auch sämtliche mit der "lückenlosen Überwachung" beauftragten Mitarbeiter eine Stunde lang auf dem Klo, in der Kantine oder waren sonst wie an der "lückenlosen Überwachung" verhindert. Auf alle Fälle ist es nicht nur brandgefährlich, unzumutbar, und verantwortungslos, sondern auch unentschuldbar, dass Personen, die ein solches Gefahrenpotential darstellen, über eine geschlagene Stunde lang vom Radar verschwinden können, ohne das Alarm ausgelöst wird.
Bundesweit tragen zurzeit 96 Männer eine Fußfessel. Sie alle werden von den Mitarbeitern der GÜL überwacht. Entsprechend nervös reagiert die bayerische Polizei auf die Flucht von Hussein Z. In deren internem Analysesystem galt er als Person mit hohem Risiko, als besonders gefährlicher Gefährder, dem ein terroristischer Anschlag zuzutrauen ist.
Dabei kann es sich nur um einen schlechten Witz handeln, möchte man meinen.
Der Verfassungsschutz beziffert die Anzahl islamischer Extremisten in Deutschland auf 24.000.
1.800 von ihnen werden vom Verfassungsschutz als "islamisch-terroristisch" eingestuft, über 700 als sog. "Gefährder", was eine politisch korrekte Umschreibung für Terroristen ist.
Hinzu kommen Tausende sich illegal in Deutschland aufhaltende Mohammedaner, von denen die Behörden weder wissen, woher sie kommen und wer sie sind.
Die Dunkelziffer staatsgefährdender und potentieller Terroristen ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit deutlich höher, als die von den Sicherheitsbehörden vermeldeten Zahlen.
Normalerweise werden Fußfesseln vor allem bei Sexualstraf- und Gewalttätern eingesetzt, die ihre Freiheitsstrafe verbüßt haben, aber weiterhin als Gefahr gelten. Nach mehreren islamistischen Anschlägen entdeckte die Bundesregierung die "elektronische Aufenthaltsüberwachung" jedoch auch als Wunderwaffe im Kampf gegen den Terrorismus. Gefährder, die noch keine Straftat verübt haben, sollen damit besser beobachtet und kontrolliert werden.
"Großes für die Sicherheit der Bürger" hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) versprochen, als er nach dem Berliner Weihnachtsmarktanschlag die Fußfessel als wesentlichen Teil eines Maßnahmenpakets durch den Bundestag brachte. Doch in der Praxis erweist sich die Fußfessel nicht unbedingt als taugliches Mittel, hochmobile Gefährder unter Kontrolle zu halten.
Bislang haben sich die Bundesländer in dieser Frage zurückgehalten. Bayern verabschiedete die notwendige Gesetzesänderung im Sommer, Baden-Württemberg folgte in dieser Woche, in Sachsen-Anhalt steht ein Gesetzentwurf zur Debatte, in Nordrhein-Westfalen schaffte es das Thema in den Koalitionsvertrag von CDU und FDP. Praktisch eingesetzt wurde die Technik bei Gefährdern jedoch bis dato bloß in Bayern - in zwei Fällen.
In Bayern und das auch nur in 2 Fällen. So sieht also die Umsetzung der Versprechen aus, die seitens der Verantwortlichen regelmäßig nach jeden bekannt gewordenen Anschlag den Bürgern gemacht werden, ab nun den Diensteid endlich erfüllen zu wollen. Zwei Fälle, das sind gerade einmal 0,28 % aller amtlich registrierten Terroristen, die dann auch noch politisch korrekt und verharmlosend als sog. "Gefährder" bezeichnet werden.
Einer davon ist Hussein Z. Der 35-jährige Syrer kam 2015 als Flüchtling nach Deutschland. Seitdem ist er der Würzburger Polizei durch zahlreiche Straftaten aufgefallen, unter anderem wegen Gewaltdelikten. Im Juni dieses Jahres erfuhr der Generalbundesanwalt durch Zeugenaussagen, dass Z. in Syrien Anführer islamistischer Rebellengruppen gewesen sein soll. Ermittler des Landeskriminalamts Bayern fanden Internetvideos, die Z. bei Kämpfen zeigen sollen.
Die Bundesanwaltschaft leitete daraufhin ein Verfahren wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland ein. Doch die Beweislage war dünn: Z. soll für Gruppierungen gekämpft haben, über die die Karlsruher Ermittler nichts oder nur sehr wenig wussten. Für einen Haftbefehl reichte es nicht.
Allerdings wurde der Fall mehrfach im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) des Bundes und der Länder thematisiert. Z., so sagt es ein Beamter aus dem Sicherheitsapparat, habe sich "sehr, sehr merkwürdig verhalten", daher sei man besorgt gewesen.
De Maizere, treten sie endlich ab! Wegen absoluter Unfähigkeit und akuter Staatsgefährdung. Und nehmen sie all die eierlosen Taugenichtse aus den Führungsetagen des Sicherheitsapparates gleich mit! Deutschland braucht euch Metastasen nicht!

Mehr als einen Monat habt ihr es geschafft, diesen Fall zu verheimlichen. Wahrscheinlich kam der Fall nur ans Licht, weil wieder einmal ein Beamter von Gewissensnöten geplagt wurde. Wird schon gegen den Maulwurf in den eigenen Reihen ermittelt, Herr Die Misere? Oder sorg(t)en sie sich einfach nur mal wieder um des Bürgers Wohlbefinden, da sie ja bekanntlich bisweilen der Ansicht sind, dass für uns Bürger vom Wissen über den Aufenthaltsort eines brandgefährlichen Sprenggläubigen eine größere Gefahr als von diesem selbst ausgehen würde?

RTL hat soeben vermeldet, dass der korantreue Sprenggläubige mittlerweile in der Türkei sein soll. Sicherheitskreise sollen die Flucht des Terroristen und mutmaßlichen Kriegsverbrechers als "Geschenk für Deutschland" bezeichnet haben, da dieses Subjekt nun keine Gefahr für Deutschland mehr abgeben würde. Geht's noch? Die Grenzen sind noch immer offen für jeden, eine Rückkehr ist jederzeit möglich. Von der Verantwortungslosigkeit gegenüber den anderen Völkern und der gleichzeitigen Missachtung verpflichtender internationaler Vereinbarungen zur Verfolgung und Verurteilung von Kriegsverbrechern gar nicht erst angefangen. Sieht so der deutsche Beitrag im Kampf gegen den Terror aus?

Auf Spiegel-online wird der Sachverhalt mittlerweile so dargestellt:
Immerhin meldete sich Z. zwei Tage vor seinem Abflug bei der Polizei und gab an, er werde demnächst über Griechenland in die Türkei reisen. Im türkisch-syrischen Grenzgebiet wolle er seinen kranken Sohn aus dem Krankenhaus holen und nach Deutschland bringen - woran ihn niemand hinderte.
"Ausreiseverhinderungsgründe lagen weder strafrechtlich, noch ausländerrechtlich oder polizeirechtlich vor", teilte die Polizei Würzburg auf Anfrage mit. "Auch war der Flughafen Hamburg aus rechtlichen Gründen nicht als Aufenthaltsverbotszone deklariert." Die bayerische Polizei darf einem Fußfesselträger nämlich nur Verbotszonen in Bayern auferlegen, nicht in anderen Bundesländern.
Die Würzburger Polizei informierte daher offenbar noch nicht einmal die für Ausreisekontrollen zuständige Bundespolizei. Und die wiederum hatte keine Handhabe, einen Fußfesselträger am Boarding zu hindern, weil Fußfesseln keine gefährlichen Gegenstände nach dem Luftsicherheitsverkehrsgesetz sind. Im Gegensatz zu einer Nagelschere darf eine Fußfessel an Bord eines Flugzeugs gebracht werden.
Es müssen endlich Köpfe rollen, denn der größte Feind im Lande sitzt in den Parlamenten, in der Justiz, in den Redaktionsstuben, Kanzeln und in den Führungsetagen der Sicherheitsbehörden. Deren Entfernung und Unschädlichmachung ist unerlässlich, wenn der Krieg gegen den Dschihad gewonnen werden soll und unser Land und die uns eigene Kultur bewahrt bleiben sollen.

Freitag, 17. November 2017

Was sie über das 'Streitthema Familiennachzug' wissen sollten

Während die regierungsnahen Medien pausenlos melden, dass in Berlin in Sachen Familiennachzug gestritten wird, ist die Grundlage für den vermeintlichen Streit, ob nun aus humanitärer oder aus rechtlicher Sicht, weggefallen. Der Krieg in Syrien ist beendet. Wenn überhaupt über Familiennachzug debattiert werden muss, dann allenfalls in Form von Repatriierung.
Vor einer Woche war ich in der syrischen Botschaft in Berlin, um mein Visum für Syrien abzuholen. Drei Stunden gewartet und das war kurz. Hunderte Syrer warteten ebenfalls. Warteraum und Gelände völlig überfüllt. Ich bin mit vielen ins Gespräch gekommen. 
Hauptgrund: sie benötigten fast ausnahmslos Geburtsurkunden und ähnliche Dokumente aus Damaskus, um bei den deutschen Behörden ihre Ausreise nach Syrien begründen zu können. Einige erzählten mir, das sie nun mit Schleusern illegal zurück reisen werden, wenn sie keine Papiere bekommen.  
Sie fragten mich, warum durften wir ohne Papiere herkommen, aber ohne Papiere nicht wieder zurückgehen? Ich hatte keine Antwort. 
Und nebenbei , es sind in diesem Jahr bereits über 1,5 Mio Syrer zurückgekehrt. Selbst aus UN Lagern über 600.000 im ersten Halbjahr. Ich bin mittlerweile auch seit Montag 13.11. in meiner neuen Wahlheimat Syrien angekommen.
Lieber Imad Karim, ich hatte auch wieder drei Tage Aufenthalt in Beirut, es war wunderschön in deiner alten Heimat. Habe viel unternommen. 
Liebe Grüße aus Tartous. Marco.
Marco Glowatzki am 17.11.2017
 Marco Glowatzki in Tartous/Syrien